Es ist der 8. Juni 2026, Tag der WWDC, der Entwicklerkonferenz von Apple und die letzte große KeyNote von Tim Cook. Ab 18:45 Uhr starten wir diesen Artikel Schrittweise mit allen Infos zur neuer Software von Apple zu aktualisieren. Alle Software Versionen tragen die Versionsnummer 27.
Letztes Update: 10. Juni 2026 – 20:30 Uhr (Finale Version)
iOS:
iOS 27 wird weiterhin kompatibel mit dem iPhone 11 und neuer sein. Damit unterstützt es alle Geräte, die auch iOS 26 schon unterstützt hat. Apple hat ebenfalls den Suchindex verbessert. Die Familienfreigabe und Bildschirmschutzfunktionen inklusive der Kindersicherung werden erweitert und sind für Eltern individueller einstellbar. Der neue Kinder-Account wurde in Funktionsumfang und Design überarbeitet; bisherige Accounts können in den neuen Kinder-Account konvertiert werden. Eltern können jetzt genau festlegen, welche Apps Kinder benutzen dürfen, und dies individuell erweitern. Das gilt auch für einzelne Websites; Kinder können nun Zugriff auf Webseiten bei den Eltern anfragen. Die Bilderschutzfunktion wird auf Videos und Gewaltdarstellungen über alle Apps hinweg ausgeweitet. Die „Time Allowance“ bietet neue Kategorien: Entertainment, Spiele und Social Media. Eltern können per Zeitfenster einschränken, wann welche Apps verfügbar sind, und die Bildschirmzeit genau einsehen. Diese Funktionen sind in iOS, iPadOS und macOS verfügbar. Siri AI wird direkt in die Kamera-App eingebunden, um Nachfragen zu Live-Motiven zu stellen.
Safari kann Tabs nun während des aktiven Browsens nach Themen in Gruppen sortieren. Safari kann mit Benachrichtigungen aktiv Webseiten auf Änderungen überwachen, um dich zu informieren, wenn sich z. B. Preise ändern. Mithilfe der Siri AI kann nun eine Safari-Extension erstellt werden. Damit können z.B. Webseiten individuelle eingefärbt werden. Die Passwörter-App erkennt unsichere Passwörter, kann sich bei den betroffenen Konten einloggen, das Passwort in ein sicheres ändern und dieses in der App speichern. Siri AI kann ebenfalls wichtige Informationen aus E-Mails und Chats bereitstellen, die während eines Telefonats benötigt werden; damit wird Siri AI auch in die Telefon-App integriert. Kameraaufnahmen aus der Home-App werden nun automatisch zusammengefasst, damit der Kontext direkt ersichtlich ist. Außerdem wird nun 4k Auflösung unterstützt. Kurzbefehle können nun in natürlicher Sprache beschrieben werden, um sie zu erstellen; eine umständliche Zusammenstellung entfällt. Image Playground kann nun echte Fotos erstellen – die 90er-Clip-Art-Show hat ein Ende. Einzelne Elemente in Image-Playground-Fotos können direkt angepasst werden, ohne das Foto komplett neu generieren zu müssen. Es gibt jedoch Einschränkungen bei der Generierung von „realen“ Fotos. Dies steht zwar kostenlos zur Verfügung, ist aber mit Tageslimits für nicht iCloud+ Kunden verbunden.
Die Fotobearbeitung zum Entfernen von Inhalten wurde verbessert. Auch die Erweiterung von Fotos wurde optimiert. Spatial Reframing erlaubt es nun, die Perspektive in Fotos zu ändern, um den Fokus besser auf Personen und Gegenstände zu legen. Diese neuen Tools funktionieren auch bei alten sowie nicht mit dem iPhone erstellten Fotos. Alle diese Funktionen sind in einem neuen „Tools“-Tab in der Fotos-App verfügbar. Diese Funktionen kommen auch direkt in die Europäische Union. Die Einstellungen für die Fotos App sind deutlich aufgeräumter und neu aufgeteilt um eine bessere Übersicht zu erhalten.
Die Lautstärke des Weckers kann nun individuell für jeden Wecker eingestellt werden. Dies ist auch Möglich für Warnmeldungen und Systemtöne. Alle drei Einstellungen sind nun von der Lautstärkeregelung des Klingeltons abgekoppelt, wenn man dies in den Einstellungen aktiviert. Widgets erhalten eine neuen Größenoption: „Super-large.“ Die Flugsimulation in Apple Maps nutzt nun Satellitenbilder kombiniert mit AI erstellen Flugsimulationen. Der Equalizer kann für die AirPods nun individueller eingestellt werden. In den Einstellungen gibt es außerdem einen neuen Menü Punkt „Aussehen“. Hier werden verschiedene Einstellungen zum Aussehen für iOS27 gesammelt. In den Einstellungen des Home Screens kann man nun per Button die Uhrzeit in eine Leiste am oberen Bildschirmrand versetzen. Außerdem kann auf dem Sperrbildschirm nun auch der Musikplayer beendet werden. In der Wetter App kann man nun in der Vorhersage zwischen Temperatur, Niederschlag und Wind direkt umschalten und bekommt die Daten direkt mit Maßeinheiten angezeigt. In der Nachrichten App gibt es nun eine besseren Fortschrittsbalken innerhalb des Chatfensters. In den Tastatureinstellungen gibt es einen neuen Schalter für die Genmoji-Vorschläge in der Tastatur. Bei den Einstellungen von Datum und Uhrzeit kann man die Zeitzone jetzt genauer auf die Stadt einstellen. In der Health App heißt die Suche nun „Entdecken“. In der Vorschau App gibt es eine neue Lupe.
In der Kamera App ist die obere Symbolleiste nun besser angepasst. Die Symbole sind nun etwas kleiner und nicht mehr so störend. Es kommen neue Buttons im Untermenü hinzu. Darunter Raster, die Wasserwaage und die Dateiformat Anzeige.
In der Wo ist?-App kann man nun wesentlich genauer (nach Stunde, Minuten und Datum) einstellen wie lange der Standort des Gerätes mit einer Person geteilt werden soll.

Photo: Apple
iPadOS:
iPadOS27 wird auf allen Geräten die auch iPadOS26 unterstützt haben verfügbar sein. Auf dem iPad kann man nun Ordner in der Freeform App erstellen. Die Funktion „Andere Tabs schließen“ ist auch auf dem iPad im Safari wieder zurückgekehrt.

Photo: Apple
MacOS:
Das neue macOS heißt: „macOS Golden Gate“. Die neue Siri AI wird direkt in die Spotlight-Suche integriert und kann somit von überall in macOS aufgerufen werden. Die Siri AI wird auch ins Kontextmenü integriert und erlaubt es, z. B. mehrere Dateien zu vergleichen und Fragen zu diesen Dokumenten zu stellen. Auch Grammatikfehler werden von Siri korrekt interpretiert und führen zu richtigen Antworten. Siri kann auch direkt auf E-Mails zugreifen und Antworten formulieren. Die Schreib-Tools wurden verbessert. Siri AI kann nun Personen im selben Wortlaut antworten, wie du persönlich mit der jeweiligen Person sprichst. Es wurde zur Menüleiste ein neues Netzwerksymbol für Kabelnutzung. Apps erhalten nun eine Indikator Anzeige die es Nutzern besser visualisiert wenn eine App noch nicht geschlossen ist. Dies wird durch einen Hellgrauen Punkt unter dem App Symbol im Dock angezeigt.

Photo: Apple
watchOS:
Die neue Siri AI wird ebenfalls über watchOS verfügbar sein. watchOS 27 führt die Ein-Hand Gesten Steuerung ein. Damit kann nun mit einer Handgeste einen Befehl auf der Apple Watch ausführen. Die FindMy (Wo ist?) App wurde auf der Apple Watch auch zusammengelegt. Bisher war diese mehrfach vorhanden, je nachdem wie viele Geräte zum tracken verbunden sind. watchOS 27 wird nicht mehr für die Apple Watch Series 8 und älter, genauso wie nicht für die Apple Watch Ultra 1 verfügbar sein. Zuvor hatte Apple die Apple Watch Series 9 ebenfalls aufgekündigt. Dies wurde nun zurückgenommen, da die Series 9 den gleichen Prozessor wie die Apple Watch Ultra 2 hat.

Photo: Apple
visionOS:
Panorama Bilder können nun zu visionPro Videos umgewandelt werden. Die Siri AI App kann hier durch den Blick auf die App aktiviert werden.
tvOS and homeOS:
Zu tvOS und homeOS gab es keine Informationen in der Keynote und auch nicht auf den Betriebssystem Webseiten von Apple. Es ist aber nun bekannt geworden das auch einige ältere Apple TV Boxen die neue Version tvOS27 nicht mehr unterstützen werden. Es wurde deutlich, dass alle Features über alle Betriebssysteme bereitgestellt werden. Apple ist bemüht, alle Systeme auf dieselbe Basis zu bringen.
Apple Intelligence:
Im Fokus der Weiterentwicklung von Apple Intelligence stehen eine stabilere Plattform, mehr Vertrauen und Sicherheit sowie die neue Siri AI. Es gibt eine neue Architektur für Apple Intelligence. Die Basis sind die Apple Foundation Models, die mit Google Gemini verbessert wurden. Diese neuen Foundation Models können noch mehr Funktionen direkt auf dem Gerät ausführen und greifen für weitere Funktionen auf Private Cloud Compute zurück. Die neue Siri AI bietet eine bessere Diktierfunktion, persönlichen Kontext, einen neuen Suchindex für die Spotlight-Suche und eine neue Live-Websuche, um Antworten zu generieren. On-Screen-Awareness erlaubt Siri, Antworten direkt im Kontext der geöffneten Apps zu geben. Das Sicherheitsversprechen von Apple Intelligence bleibt bestehen, mit der höchsten KI-Privatsphäre auf dem Markt.
Die Aktivierung von Siri AI erfolgt auf demselben Weg wie bei der bisherigen Siri. Zusätzlich kann Siri direkt aus der Dynamic Island gestartet werden. Darüber hinaus gibt es nun auch eine separate Siri-App. Auf Gespräche kann zurückgegriffen und referenziert werden. Die Stimme von Siri kann genauer angepasst werden, damit man sie noch mehr mag. Die neue schlaue Siri wird ebenfalls tief in die Diktierfunktion eingebunden. Siri-Anfragen per Stimme können nun erweitert werden, und man landet direkt in der Siri-AI-App, um das Gespräch weiterzuführen. Es ist das, was Apple bereits vor zwei Jahren versprochen hat, und jetzt scheint es wirklich zu funktionieren.
Siri AI wird zuerst nur auf Englisch verfügbar sein und schnell auf weitere Sprachen erweitert. Es werden alle Sprachen nachgeliefert, für die Apple Intelligence bereits verfügbar ist. Es werden alle Geräte unterstützt, die bisher auch Apple Intelligence unterstützten. Alle Funktionen stehen den Kunden kostenlos zur Verfügung. Die neue Diktierfunktion und die Siri-AI-Sprachanpassung werden erst ab dem iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max, iPhone Air, iPad-Modellen mit M4 und neuer unterstützt bzw. allen Geräten mit 12 GB RAM. Dies gilt auch für die neuesten und größten Foundation Models. Außerdem wird Siri AI erst später in der Beta Phase verfügbar sein (es gibt wieder eine Warteliste). Es ist also nicht damit zu rechnen das Siri AI direkt im September zur Verfügung steht. Siri AI auf dem iPhone, dem iPad und der Apple Watch wird vorerst nicht in der Europäischen Union und in China verfügbar sein. In der Europäischen Union wird Siri AI nur auf der dem Mac und der Apple Vision Pro verfügbar sein.

Photo: Apple
Weiteres:
Die Hintergründe in Liquid Glass werden grundsätzlich dunkler, damit Text besser gelesen werden kann. Ein neuer Schiebeschalter macht die Hintergründe im vollen Umfang anpassbar. Dies wird für alle Apps übernommen. Menü-Icons werden farblich besser angepasst, genau wie die Icons auf den Home-Screens, die besser erkennbar werden. Das Design wird responsiver und flüssiger. Apps unter iOS und iPadOS starten bis zu 30 % schneller, neue Fotos erscheinen 70 % schneller und AirDrop-Übertragungen werden 80 % schneller. Der CPU-Scheduler verwaltet Apps effizienter nach der jeweils benötigten Leistung. Dadurch können die neuen Systeme weiterhin auf dem iPhone 11 und dem iPhone SE (2. Generation) laufen. Fotos können nun auch von Android-Geräten und Windows-PCs zu geteilten iCloud-Alben hinzugefügt werden. Bisher hatten Fotos und Videos in „Geteilten Alben“ nicht die volle Auflösung. Dies ist nun der Fall.
Entwickler können Xcode nun mit Figma und GitHub verbinden. Ebenfalls kann zur Programmierung nun das bevorzugte KI-Modell ausgewählt werden. Die Foundation Models werden später dieses Jahr unter Open-Source-Lizenz veröffentlicht und können somit auch auf anderen Servern und Geräten genutzt werden.
Die Entwickler-Beta ist ab heute verfügbar, die Public Beta im Juli. Tim Cook schließt die Keynote mit ein paar persönlichen Worten des Dankes an die Entwicklergemeinschaft und die Kunden von Apple ab.
Fazit:
Apple scheint sein zweijähriges Versprechen nun endlich einlösen zu können und bringt KI-Funktionen, die die meisten KI-Chatbots bereits seit Jahren abdecken. Apples Vorteil liegt darin, der KI einen deutlich besseren persönlichen Kontext zu geben. Zudem bietet Apple seine KI weiterhin am datenschutzfreundlichsten auf dem Markt an. Dass alle neuen Funktionen einheitlich über alle Betriebssysteme eingeführt werden, ist ein wichtiger und richtiger Schritt.
90 % der neu vorgestellten Features sind KI-Funktionen. Dass Apple diese in der Europäischen Union nicht zur Verfügung stellt, ist eine Unverschämtheit gegenüber den europäischen Kunden. Wenn Apple auf diesem Weg versucht, die europäischen Kunden zu instrumentalisieren, um sich um EU-Regulierungen zu drücken, kann das nicht im Sinne Apples sein. In Anbetracht der europäischen Unabhängigkeitsbemühungen könnte dieses Verhalten für Apple nach hinten losgehen.








